1150 – 1160
Gründung von Sandersdorf durch deutsche Siedler
1220 – 1250
Bau der jetzigen evangelischen Kirche zu Sandersdorf
1310
Erstmalige Erwähnung von Sandersdorf in den Urkunden des Klosters zu Brehna und damit geschichtlich belegt. Bezeichnung als Lehen des Klosters.
1373
2.
Juli
Verkauf des Ortes Sdf. von den Gebrüdern Rudolf und Heinrich von Zwochau an das Kloster zu Brehna für 30 Schock Kreuzgroschen.
1374
2.
Februar
Bestätigung des Verkaufes durch den Herzog Wenzel von Sachsen (1370 – 1388).
1385
8.
Januar
Schenkung des Dorfes Odeley, nördlich von Sdf., durch Herzog Wenzel von Sachsen an das Kloster zu Brehna.
1408
– 1410
Kämpfe westlich von Bitterfeld und der Mulde zwischen Anhaltinern und den Bischöfen von Meißen und Merseburg. Raub und Plünderung auch in Sandersdorf.
1429
– 1433
Zerstörung vieler Orte in dieser Region, wie auch Stakendorf (Neuaufbau 1555). Einpfarrung von Stakendorf nach Sandersdorf.
(lt. BTBl. v.
12.01.31 - G. Krug - :
Urnenfunde bei Sdf. vor mehreren Jahren beim Ausbaggern von Abraumgelände
(bzw. „einige noch ganz gut erhaltene Grabstätten, deren
Alter man auf 1000 Jahre schätzte“.
[Lt. diesem Artikel: „Zerstörung
im Hussittenkrieg (1419 – 1436)“] (Andere
Meinungen: Keine
Hussitten in
Sdf.)
Annahme, daß Funde aus Begräbnisstätte von Hungersdorf stammen.
1490
Klage des Klosters zu Brehna über den Amtmann von Bitterfeld beim Kurfürst Friedrich von Meißen (1486-1525). Aneignung von einigen Gütern in der Sandersdorfer Mark durch Bitterfeld.
1491
27.
März
Urteil des Kurfürsten: Angeeigneten Güter sollen von beiden verwaltet werden.
1525
Auf Befehl des Klostervogts von Brehna wird ein Mann in Sdf. hingerichtet. Der Amtmann von Bitterfeld erhebt danach Einspruch und läßt das Halsgericht aufheben.
1526
10.
Februar
Klagen an den Kurfürsten. Grund: Bauernunruhen in den Klosterdörfern, die zu Plünderungen führten.
1527
Entrichtung von Abgaben laut Klosterbuchführung: von Prädels Mark, vom Acker bei dem Heller, von Weingärten
1531
Erste Kirchenvisitation in Sandersdorf
Sandersdorf wird freies Amtsdorf. (Einwohnerschaft: 11 Hufner und 9 Gärtner. Der alte Pfarrer wurde seines Amtes enthoben.(eine Quelle lt. BTBL. v. 14.03.31 – G. Krug „Aus dem Sandersdorfer Visitationsprotokoll vom 31. März 1531: Pallas, die Registraturen der Kirchenvisitationen im ehemals sächs. Kurkreis, II. Eporie Bitterfeld 1907. S. 269“ [Frühgeschichtliches.doc]) lt. BTBl. vom 14.03.31, Seite 2: „Somit ist bezeugt, daß Sandersdorf nach diesen Protokollen und Schriftstücken aus den Jahren 1531, 1533, 1555 am 31. März 1931 400 Jahre Amtsdorf ist und daß das ev. Bekenntnis vor 400 Jahren im hiesigen Ort seinen Einzug gehalten hat.
1533
Zweite Kirchenvisitation (dazu auch BTBl. v. 14.03.31)Stakendorf hat ... Einwohner 9 Wirte und gehört Herrn Preußen von Greppin.
1536
Luther und Bugenhagen legen beim Kurfürsten Johann Friedrich eine Fürbitte zur Besserung der Pfarrgüter in Sandersdorf ein.
1543
Klage des Klostervogtes Melchior beim Kurfürsten über Bürger von Sdf. wegen Vergehen in der Schenke.
1545
Auflösung des Klosters zu Brehna.
Ausbruch der Pest mit verheerenden Opfern.
1555
Stakendorf wird neu aufgebaut
1575
Auflösung der Parochie Sandersdorf... Die dazu gehörenden Orte waren: Zscherndorf, Stakendorf, Greppin, Reuden, Thalheim und Wolfen.
1581
Verkauf der Schäferei Sandersdorf an Heinrich von Gleißenthal.
Teichanlagen von Sandersdorf werden als sehr fischreich bezeichnet.
1582
Wütung der Pest und Cholera.
1618
Beginn des 30jährigen Krieges
1637
Plünderung und Zerstörung von Sandersdorf und Stakendorf durch die Schweden (vom 13. - 27. Februar), insbesondere Schäferei mit über 1.000 Stück Schafen verloren.
Im Juli wiederholter Ausbruch der Pest.
1648
Beendigung des 30 jährigen Krieges (1618 – 1648).
1661
Sandersdorf ist noch verödet. 9 Bauernhöfe sind noch unbesetzt, Stakendorf ganz zerstört, wurde nie wieder aufgebaut. ( lt. BTBl. v. 26.11.35: „... hatten nur neun Bauernhöfe noch einen Besitzer. ...“)
1680
Gottesdienste und Taufen fanden unter der Heideloher Windmühle statt, da in den Dörfern die Pest wütete und die Ansteckungsgefahr für die Geistlichen zu groß war.
1692
7. Nov.
Johann Gottfried Schnabel geboren ( Schriftsteller der deutschen Literaturgeschichte und Dichter „Insel Felsenburg“) Er lebte etwa bis 1750.
1718
19. Okt.
Großfeuer zerstört die Pfarre und 18 Bauernhöfe. Akten und Urkunden in der Pfarre vernichtet.
1749 – 1764
Pastor Bäumler (BTBl. v. 26.05.31 – G. Krug - „Eine sonderbare Trauung ...“ )
1753
Großes Viehsterben in Sandersdorf (141 Stck. Rindvieh, 309 Schafe, 11 Schweine und 12 Bullen ).
1754
Vernichtung der gesamten Ernte durch Unwetter und Überschwemmung.
1755
Sehr kalter Winter; Vieh im Stall erfroren.
1757
War überaus gute Kornernte; der Scheffel Korn = 2 ½ Taler.
1757
04. Juli
Blitzeinschlag in eine Scheune; zwei Bauerngehöfte brannten nieder
13. Juli
Ausbruch eines Feuers gegen 17 Uhr in Sandersdorf; zerstörte sechs Bauerngehöfte.
1759 - 1760
Durchzug preußischer und württembergischer Truppen zur Schlacht nach Torgau. Einquartierung eines Regimentes in Sandersdorf. Der Obrigstleutnant von Chame und Obrist von Eyl wohnten in der Pfarre.
1763
Inflation, das preußische Kriegsgeld verlor sein Wert bis zu einem Drittel. 1 Scheffel Korn = 14 Taler
21. März
Frieden wurde auf dem Jagdschloß Hubertusburg geschlossen; überall viel Freude und Jubel.
1764
18. Mai
Verbrennung einer straffällig gewordenen Frau (Diebstahl und Brandstiftung) am (? bei) lebendigen Leib auf den Wolfener Richtplatz in Richtung Thalheim.
1770 – 1772
Schlechte Ernten; Hungersnot
1785
Sehr kalter und langer Winter; Lohn betrug für Maurer / Zimmermann 12 Stunden = 7 Groschen; 1 Scheffel Korn = 2 Taler und 4 Groschen
1795
Großfeuer in Sandersdorf (5 Häuser am Dorfplatz sowie die alte Linde am Lindenstein und 9 Stück Rindvieh als Opfer des Brandes).
1798
16.
Febr.
Vernichtung der Gehöfte Schmidt, R. Schulze und A. Prautzsch u. a. durch Brand.
1804 – 1805
Große Teuerung
1813
Belagerung von Sandersdorf durch die Russen (Lager der Russen am Kulich). Plünderungen an der Tagesordnung. Truppen des französischen Generals Bertrand ziehen durch unsere Gegend. Tage später ziehen die Preußen unter General Blücher in Richtung Zörbig durch.
1815
Der nördliche Teil Sachsens kommt nach Preußen, auch Sandersdorf durch den Beschluß auf Wiener Kongreß.
1822
Evangelische Kinder von Zscherndorf gehen bis zu diesem Jahr in Sandersdorf zur Schule; katholische Kinder noch bis 1910 in Sandersdorf.
1822-1824
Bau der großen Verkehrsstraße Berlin – Kassel.
1835
BTBl. v. 26.11.35:
227 Einwohner
1838
Eröffnung der Grube Auguste (bei Bitterfeld – erster erfolgreicher Versuch der Kohleförderung in dieser Region) durch Herrn Johann David Schmidt. Abraumbeseitigung und Kohlegewinnung erfolgten per Hand.
1848
Revolution in Sandersdorf ruhig und gemütlich verlaufen, ohne Ausschreitungen.
Beginn der Kohleförderung in der „Deutschen Grube“
1857
Bau der Bahnstrecke Dessau – Bitterfeld
1858
Bau der Bahnstrecke Wittenberg – Bitterfeld (Einsatz von AK aus Sandersdorf)
Gewinnung der ersten Kohle im Gebiet Sandersdorf durch die Firma Lehmann & Kühle, Bitterfeld.
1862
Bau der ersten Kantorei und Schule am Dorfplatz.
1868
Vernichtung der Gehöfte Bley und Möbius sowie Baumgartens Schenke (Gasthaus Sandersdorf / HO-Gaststätte) durch Brand.
1870
Zuzug vieler Katholiken, hauptsächlich Polen, infolge des industriellen Aufschwungs (Braunkohlebergbau und chemische Industrie).
Erschließung der Grube Antonie; Kohleförderung erfolgte mit Kettenbahn. An der Ostgrenze des Grubenfeldes war eine Ziegelei.
1871
Erschließung der Grube Marie (südlich des Ostfeldes der Grube Antonie); Kohleförderung erfolgt per Kettenbahn. Dampfziegelei in Schachtnähe gehört dazu.
1872
Erschließung der Grube Louise
1875
Bau der Zörbiger Straße.
Erschließung der Grube Hermine durch den Maurermeister W. Richter; späterer mehrmaliger Besitzerwechsel.
1876
– 1878
Bau der Teichstraße
1880
Bau der Greppiner und Ramsiner Straße
1881
Bau des Forsthauses vom Stakendorfer Busch
1887
Bau eines zweiten neuen Schulhauses
1893 – 1895
Bau der heutigen Hauptstraße und der Bitterfelder Straße
1898
Bau der Bahnhofstraße und des Bahnhofes.
Aufschließung des Tagebaufeldes Karl Ferdinand bei Sandersdorf.
1899
21. Nov.
Vergrößerung des Schulhauses um weitere 2 Klassen und Schaffung einer Lehrerwohnung.
1900
01. Aug.
Eröffnung der katholischen Schule in Sandersdorf (90 Kinder; 1904 = 190 Kinder).
1899
– 1903
Bau der Zscherndorfer Straße
1901
Schaffung eines kommunalen Friedhofes in Sandersdorf
1901,
26. Sept.
Vernichtung der Scheune und der Ställe des Dampfmühlenbesitzers Nuckelt durch Brand.
1903
Bau der Wasserleitung in Sandersdorf
1905
14. April
Kauf des Grundstücks für die katholische Kirche.
17. Aug.
Sandersdorf wird selbständige Missionsvikarie (1.200 Katholiken)
Messe wird im Tanzsaal „Thüringer Hof“ abgehalten.
1906
Erste elektrische Straßenbeleuchtung in Sandersdorf.
15. April
Erster Spatenstich für Bau der katholischen Kirche.
28. Okt.
Grundsteinlegung für die katholische Kirche (Verzögerung durch Genehmigungsverfahren).
1909
01. Okt.
Amtsantritt des Gemeinde-Vorstehers Herrn H. Ebert;
Gemeindebüro im alten Postgebäude.
1910
Sandersdorf bekommt neues Verwaltungsgebäude (17.000 RM)
1911
Gründung des Fußballvereins „Union“ durch Turner ( BC = Ballspielclub Sdf. ) Vereinsfarben grün-weiß-schwarz
Große Hitze und Trockenheit; schlechte Ernte
05. Okt.
Bau der Kegelbahnen durch die Bitterfelder Aktienbrauerei genehmigt
1914
Bergbau- und Industriebetriebe auf Sandersdorfer Grund:
„Grube Richard“, vorm. Schmidt & Co.,
„Bitterfelder Louisengrube AG“,
„Deutsche Grube“, vorm. Bauermeister & Söhne,
die Gruben „Marie“, „Hermine“, „Antonie“, „Else“,
Rübensaftfabrik „Hänsch & Co.“ und Teile der chemischen Industrie
1914 – 1918
1.
Weltkrieg
Zwangsarbeit von einer großen Anzahl von Kriegsgefangenen in o. g. Gruben. Engländer, Schotten, Franzosen, Amerikaner, Italiener und Russen wurden in Baracken (Lager) der Gruben „Richard“ und „Louise“ sowie in Sälen der Gasthöfe in Sandersdorf untergebracht.
1916
Zusammenschluß der Gruben „Marie“ und „Antonie“.
Einsatz des ersten elektrisch betriebenen Löffelbaggers in der Kohleindustrie, in der Grube „Auguste“.
1918
Oktober
Sehr verbreitete Virusgrippe in der Region; zahlreiche Tote; öffentliche Einrichtungen wurde geschlossen.
8. Nov.
Rückkehr der Soldaten von der Front. Bildung eines Soldaten- und Arbeitsrates. Eine Demonstration geht zum Gemeindehaus und fordert die Absetzung des damaligen Wachtmeisters Reinhardt. Absetzung erfolgte vorläufig; Urheber der Demonstration wurden jedoch bestraft.
12. Dez.
Zusammenstöße zwischen reaktionären Elementen und den Mitgliedern des Spartakusbundes bei der Kundgebung anläßlich der Wahl der Nationalversammlung in Bergts Gasthof, Ramsiner Straße 20.
1918 – 1922
Bau von Bergarbeiterwohnungen in der Greppiner Straße.
1918 – 1926
Bau der Beamten- und Angestellten-Wohnhäuser der Louisengrube in der Ramsiner Straße.
1919,
14.
März
Eisenbahnunglück auf der Strecke Stumsdorf – Bitterfeld, Ortslage Sandersdorf (Försterei, Stakendorfer Busch) 2 Tote, 17 Verletzte, darunter 12 Schwerverletzte.
Bau eines Sägewerksgebäudes der Hoch- und Tiefbaugesellschaft Deutschlands in Sandersdorf.
1919
Obwohl der Befehl lautete, Streik mit dem Tode zu bestrafen, streikten revolutionäre Arbeiter in Sandersdorf eine Woche.
1920
Geprägt durch Arbeitskämpfe im Raum Halle, Mansfeld und Eisleben legten auch Sandersdorfer Arbeiter die Arbeit nieder.
Gründung eines weiteren Fußballvereins, Rot-Sportverein, der jedoch 1933 aufgelöst wurde.
1921
Sommer
Vernichtung der Rübensaftfabrik von Hänsch und Co. durch Brand.
1922 – 1924
Umbau des Gasthofes „Zum Goldenen Löwen“ zu Wohnraum
1921
Brand im Magazin der Louisengrube
17. Febr.
Genehmigung des Neubaus eines Turngerätehauses an der evangelischen Schule
1923
Inflation und Unruhen prägten diese Zeit. Bergarbeiter streikten mehrere Wochen; danach Entlassung von 160 Arbeitskräften.
Brand in der Ziegelei der Grube Richard.
Aufschließung der Forstergrube (Tagebau Grube Stakendorf) westlich der Ortslage Sandersdorf durch die „Bitterfelder Louisen Grube Kohlenwerk und Ziegelei AG“.
1924
Umbau des Gasthofes „Vergißmeinnicht“ zu Arbeiterwohnungen.
Beginn der Kohleförderung in der Forstergrube (Grube Stakendorf)
9.
April
Bau einer Kochküche für Erwerbslose durch die Gemeinde Sandersdorf.
1926
Neubau des Pfarrhauses der katholischen Kirche.
1927
Neubauten an der Eisenbahn und Bau der Geschäftshäuser von Stansch und Gottlöber. Eröffnung einer Filiale des Zörbiger Bankvereins im Haus Gottlöber.
Bau der neuen Turnhalle mit Sanitärräumen.
1928
Einsatz des ersten Großraumbaggers in der Grube „Hermine“.
Sandersdorf erhält Gasanschluß und Kanalisation.
Erweiterung des Schulgebäudes und Bau eines Lehrerhauses in der Greppiner Straße.
1929
28. März
Gemeinde tritt Konsumverein bei
01. April
Eröffnung der Marien-Apotheke des Herrn Glaß
09. Mai
2 neue Straßen
12. Mai
Platzweihe des Gemeinde-Sportplatzes
14. Mai
Siedlung „Eigenheim“ 36 Wohnungen geschaffen
01. Juni
Jubiläum 50 Jahre Krieger- und Landwehrverein
09. Sept.
Zusätzliches Wohnungsbauprogramm durch die Reichsregierung beschlossen mit dem Ziel der Minderung der Arbeitslosigkeit und Behebung der Wohnungsnot. Gesetzliche Richtlinien schreiben die Bauweise vor, um Verbilligung der Mieten zu erreichen.
Erstes Bauvorhaben = 24 Wohnungen ohne Nebenanlagen in der Thalheimer Straße.
03. Nov.
Weihe der erneuerten evangelischen Kirche in Sandersdorf.
1931
Januar
Gründung von Jungendwerkstätten für Erwerbslose (BTBl. vom 10./11.01.31,
14. Januar
Gemeinderatsitzung: Die herrenlosen Siedlungswege der Greppiner Straße werden in das Eigentum der Gemeinde übernommen. BTBl. vom 14.01.31)
Juni
Gründung des deutschen Frauen- und Mütterverein (gleich 50 Mitglieder), Vorsitzende Frau Hausmann
14. Juni
Silberjubiläum der Gründung der katholischen Gemeinde Sdf. und zugleich des St. Josephs- Männer- Vereins; Vorsitzender Herr Rektor Hausmann.
Festumzug; Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal
20. Juli
Stillegung der Grube Marie wegen Erschöpfung der Kohlevorräte
1932
Große wirtschaftliche Rezession in Deutschland;
10 % der Männer in Sdf. arbeitslos; Arbeitslosenversicherung erst wenige Jahre zuvor eingeführt; Arbeitslosengeld nur 6 Monate, danach für Bedürftige geringe Unterstützung durch die Gemeinde (12 Mark/Woche )
05. Febr.
Abbruch des Schornsteines der Sandersdorfer Saftfabrik
7. Juli
700 Erwerbslose in Sdf., die von der Fürsorge leben.
Kürzung der Erwerbslosenunterstützung durch die „Brüningsche Notverordnung“. Erwerbslose ziehen vor das Gemeindeamt in Sdf..
Hermann Fahlke führte die Verhandlungen mit dem Bürgermeister und wurde dabei erschossen ( Gedenkstein erinnert an die Mordtat)
02. Sept.
Beschlußfassung der Erweiterung der Wasserleitung in das Gelände der Randsiedlung
im Sommer
Beginn des Baus einer Stadtrandsiedlung an der Straße Deutsche Grube
nach Zscherndorf auf Sandersdorfer Boden. Bezug im November und Dezember (einfache, niedrige Doppelhäuser).
30. Nov.
Antrag der Gemeinde Zscherndorf auf Umgemeindung bzw. Austausch von Grundstücken auf Sdf.er Flur (238 Morgen).
1933
Zur Beseitigung der Wohnungsnot begann die Gemeinde Sdf. mit dem Bau der Schrebergartensiedlung gleich hinter dem Unionssportplatz an der Straße nach Zscherndorf.
11. Jan.
Einrichtung der 11. Lehrerstelle an der evangelischen Schule
Übernahme der Macht durch Adolf Hitler in Deutschland
Verhaftungswelle auch in Sdf. (30 Arbeiter in die Lichtenburg gebracht).
03.
April
Umbenennung von Straßen in Sdf.:
Hauptstraße in Adolf- Hitler- Straße und
Friedrich- Ebert- Straße in Hindenburg- Straße
16. Mai
Jubiläum 60 Jahre Bitterfelder Louisengrube; seit 25 Jahren unter der Leitung der Bergwerksdirektoren Otto Glockemeier und Hermann Weise
30. Dez.
Straßenbenennung in der Gemeinde-Randsiedlung Zscherndorfer Straße bis zur Siedlung Gartenstraße
1934
Stillegung der „Deutschen
Grube“
20. Feb.
Ausbau und Befestigung der Straßen in der Stadtrandsiedlung und Kreisrandsiedlung
1936
01. Jan.
Die Randsiedlung Zscherndorfer Str. ( 761 Einwohner ) wurde von Sdf. abgetrennt und nach Zscherndorf eingemeindet (somit auch Umschulung der Kinder erfolgt).
1937/38
Erweiterung der Sdf.er Siedlung. Zuzüge kommen meist aus Schlesien, Saargebiet und Köln (viele Erwerbslose).
Im Bezirk der Grube „Marie“ Errichtung eines Gesamtlagers für fast auswärtige und ausländische Arbeiter.
Am Forsthaus, im Stakendorfer Busch, wird eine Wohnbaracke für 50 italienische Straßenarbeiter errichtet.
1938
Renovierung der kath. Kirche
1939
Erweiterung der Schule, Bau von weiteren 6 Klassenräumen, einer Aula und einem Handarbeitssaal.
1939 - 1945
Zerstörung mehrere Wohnhäuser und die Turnhalle durch den 2. Weltkrieg in Sdf..
1941
Schließung der Grube Hermine
1945
Beschädigung des Turms und des Daches der katholischen Kirche bei der Eroberung von Sdf. (Granaten).
17. März
Fliegerangriff auf Sdf.; Zerstörung: Haus Hugo Haupt (Theodor- Körner- Straße 4 ) Schäden in Blücherstraße
14./15.
April
Vortrupps der 7. und 8. US-Armee hatten Wolfen, Sdf. und Thalheim besetzt
17./18. April
Kampfhandlungen; Zerstörungen
01. Juli
Übernahme der Verwaltung des gesamten Landkreises BTF durch die Sowjetarmee
September
Bildung der KPD Ortsgruppe (600 Mitglieder)
1946
Bau einer Notbrücke aus Holz in Richtung Sdf. – Bitterfeld (Säurekreuzung)
Demontage der elektrischen Bahnstrecke BTF- Dessau, ebenso erhebliche Teile der Fabriken der chemischen Industrie Wolfen - BTF
Gründung des Fischervereins e. V. Sachsen-Anhalt Ortsgruppe Sdf. (Pachtvertrag mit Grube Richard I (Konsumgrube)).
12.
Apr. - 30. Sept.
Demontage des Kraftwerkes Thalheim unter Leitung des sowjetischen Majors Löwensohn; Maschinen und Anlagen wurden verladen und nach der Sowjetunion abtransportiert ( gleiche Schicksal erlitten auch das Bahnkraftwerk Muldenstein und KW Vockerode) Kraftwerk Thalheim war einst eines der modernsten Braunkohlekraftwerke Europas; war nur 6 Jahre in Betrieb
01. Mai
Zusammenschluß der Ortsgruppen KPD und SPD Sandersdorf
zur SED-Ortsgruppe mit 1.468 Mitgliedern
1950
07.
Aug.
Kauf von 20 Kinderliegen für den Sdf. er Kindergarten durch die Gemeinde.
September
Gemeinderatsbeschluß über Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Siedlung am Jugendheim, an der Ecke bei Pfuff und einigen anderen Stellen im Ort selbst.
20. Oktober
Bürgermeister Paul Steinmetz scheidet aus dem Amt; Grund ab dem 01.09.1950 Invalidenrentner
1951
Im Landkreis Bitterfeld tritt Maul- und Klauenseuche auf.
Straßenbeleuchtung und Werkswohnungen der Grube in der Ramsiner Straße wurden von Gleich- auf Wechselstrom umgestellt.
01. Mai
Inbetriebnahme des Wasserwerk Sdf.
1951
– 1956
Schaffung von HO- und Konsumgeschäfte in Sdf.
1952
Farbenfabrik Wolfen, bisher Sowjet-AG, volkseigen
20.
Juli
Errichtung einer Gemeindeschwesternstation
1953
Schaffung des Kindergartens am Pfingstanger.
Einweihung des Sportstadion der Chemiearbeiter.
Turm der katholischen Kirche wird um 5 m erhöht.
Dezember
Kumpel des Braunkohlewerkes Holzweißig spenden 43 Ztr. Briketts für soziale Zwecke nach Sdf.
1954
Aufbau eines eigenen Stadion für Sdf.
1955
Freiwillige Arbeitseinsätze im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes:
Verbesserung der Wasserversorgung in Sdf. durch den Bau einer Wasserleitung nach Bitterfeld
- Vergrößerung der Friedhofskapelle
- Festlegung zum Ausbau der Forstergrube zum Strandbad durch die Bauausschußsitzung im Volkshaus Sdf. (Vertreter der Filmfabrik, EKB; Vorsitzender des Rates des Kreises Hr. Ackermann, BM Sondershausen) Vertreter der Fifa schlugen Ausbau der Grube Hermine vor (Wasserqualität entspricht jedoch nicht der Vorgabe)
06.
Nov.
Ehrung des Heimatdichters Johann Gottfried Schnabel in der Schulaula.
Festrede und Würdigung des Dichters der besten deutschen Robinsonade, der „Insel Felsenburg“ durch Herrn Professor Dr. Hans Mayer, Leipzig.
Enthüllung der Schnabel- Gedenktafel am evangelischen Pfarrhaus;
(Bf. Dähnhardt, Berlin, der ehemalige Kreissekretär des Kulturbundes im Kreis BTF, weiht Gedenktafel ein, Bürgermeister Sondershausen nimmt sie in Gemeindebesitz, Pfarrer Muster, Sdf., nimmt sie in Obhut und Pflege.
1956
7.
Okt.
Einweihung der neuen Brücke der „Jungen Pioniere“ in Richtung Bitterfeld
Ziegenzuchtverein übergibt ihr langfristig gepachtetes Gelände an der Grube Erich der LPG
1957
Abtrennung der Ortsteile Deutsche Grube, Grube Marie und Grube Antonie von der Gemeinde Sdf. und Übergabe an die Stadt BTF; Abtrennungsfläche beträgt 227 ha (Gemeindebeschluß vom 04.12.1956)
1958
August
Anschluß der Gemeinde Sdf. an die Elbauewasserleitung
Kapazitätserweiterung des Schulhortes von 35 Kinder auf 50 Kinder. Aussprachen mit Bauern in Sdf. wegen LPG-Beitritt (wenig Resonanz).
1962
Renovierung der katholischen Kirche (Fenster, Altarraum, elektr. Geläut, Ausmalung, Vorbau.
1966
Gründung einer Landbaugemeinschaft in Sdf.
1967
Bau des Jugendheimes der kath. Gemeinde
1968
Abriß des alten Wasserwerkes in Sdf..
13.
Nov.
Letzte Neubaublock ( 50 WE ) wurde an die AWG „Neue Heimat“
übergeben; damit wurden 15 Wohnblöcke = 850 WE und ein Hochhaus mit 132 WE übergeben. 94 Garagen wurden neu gebaut.
1973/74/77
Bau- und Renovierungsarbeiten an der kath. Kirche
1978
Bau von massiven Bungalows für 60 Kinder im Sommerferienlager (Schwimmlager der Volksbildung) am Strandbad Sdf..
Schaffung einer Essensausgabe- und Essenseinnahmestelle zur Veteranenversorgung im Wohnbezirk II.
Umbau der Ambulanz für die kinderärztliche und gynäkologische Betreuung in Sdf..
Im Wohnkomplex
Sdf.-Nord II wurden 730 neue Wohnungen gebaut und 38 Wohnungen modernisiert
1979 – 1983
Schaffung von 445 Neubauwohnungen und 7 Eigenheimen (Bau des 2. Neubauviertels in Sdf.).
1981
Übergabe der POS „Augustin-Farabundo-Marti“ mit
Schulsportgelände und Turnhalle; Rekonstruktion der Schulspeisung;
Bau der Kindergartenkombination II (144 Kindergarten- und 72 Kindergrippenplätze)
Verbesserung der zahnärztlichen Betreuung in Sdf.
1984
04. Okt.
Übergabe
der modernsten und größten BHG- Verkaufsstelle des Kreises BTF in Sdf.,
Greppiner Straße (jetzt Polizeistation) (400 qm Verkaufsfläche).
1986
Festjubiläum 75 Jahre Fußball Sdf.
1989,
09. Nov.
Fall der Mauer (Eiserne Vorhang der DDR)
1990
2.+3.
Okt.
Großer Festakt anläßlich des Tages der deutschen Einheit mit großem Feuerwerk und festlicher Umrahmung.
Zeitgleiches Pflanzen einer Linde am Platz der Einheit in Sdf. und in der Partnergemeinde Sandersdorf, in Bayern.
1991
Beginn von Baumaßnahmen in Sdf.:
Sparkasse Straße der Neuen Zeit (von 10/91 – 06/92)
Bau einer neuen Friedhofsmauer und
eines neuen Brunnens auf dem Friedhof ( v. 1991 – 1992)
Straßenausbau:
- Goethestraße (von 10/91 – 04/92)
- Mittelweg 1. Teilabschnitt (von 10/91 – 04/92)
- Nordstraße (von 11/91 – 04/92)
1992
11. März
Gründungsversammlung der Jagdgenossenschaft Thalheim/Sdf.
03. Juni
Richtfest am 1. Bauabschnitt der neuen Grundschule und Turnhalle
12. Juni
Übergabe des Spielplatzes auf dem Platz der Deutschen Einheit an die Kinder.
03. Okt.
Übergabe der neuen Sporthalle nach nur 8 Monaten Bauzeit
Baumaßnahmen:
- Sporthalle (von 02/92 – 11/92)
- Einkaufsmarkt „Neukauf“ (von 09/92 – 05/93)
- Tennishalle (von 09/92 – 08/93)
- Grundschule am Wäldchen (von 12/92 – 09/94)
Straßenausbau:
- Fritz-Reuther-Straße (von 04/92 – 10/92)
- Gartenstraße / Zscherndorfer Str. (von 09/92 – 12/92)
- Bahnhofstraße (von 12/92 – 05/93)
- Erschließung am Wäldchen (von 11/92 – 04/96)
Einbau einer Fußbodenheizung in der kath. Kirche (zuvor keine Heizung vorhanden)
1993
27.
Nov.
100. Sandersdorfer Buschlauf
Baumaßnahmen:
- Einkaufsmarkt „Kondi“ (von 04/93 – 10/93)
- Einkaufsmarkt „Penny“ (von 06/93 – 12/93)
- Volksbank / Str. der Neuen Zeit (von 09/93 – 07/94)
- Wohn- und Geschäftshaus (von 03/93 – 02/96)
(Sozialwohnungen Poststr./Hauptstr.)
Straßenausbau:
- Heinrich-Heine-Straße (von 07/93 – 12/93)
- Freiligrathstraße (von 12/93 – 08/94)
- Bergmannswinkel (von 07/93 – 10/93)
1994
25.
Mai
Einweihung des Springbrunnens „Deutschland“ in der Bahnhofstr.
26. Juni
Fest der katholischen Gemeinde
29.
Juni
Verabschiedung des stellv. Bürgermeisters Herrn Bieder (Amtszeit als Bürgermeister von 1977-1990 und als Stellvertreter des Bürgermeisters / Leiter des Ordnungsamtes von 1990-1994)
03. Dez.
104. Sdf. – Buschlauf
Baumaßnahmen:
- Wohn- und Geschäftshaus Behler
(Straße der Neuen Zeit) (von 03/94 - 03/95)
- Geschäftshaus Fanke / Georgius
(Hauptstr. 3a) (von 03/94 – 12/94)
- Geschäftshaus Pinkert / Richter / Hönsch
( Hauptstraße 4a) (von 09/94 – 07/95)
- Erschließung Neubaugebiet „Pferdekoppel“
(von 08/94 – 11/95)
Straßenausbau:
- Paul-Schiebel-Straße (von 09/94 – 11/94)
- Poststraße / Südstraße (von 09/94 – 04/95)
1995,
31. Mai
Challenge Day ( 5.244 Teilnehmer = 73,06 % gemessen an Einwohnerzahl)
03. Juni
Eröffnung der neuen Bibliothek nach Umzug
26.
Juli
Gründung des Feuerwehrvereins Sdf.
29. Juli
69 Jahre Freiwillige Feuerwehr Sdf.
feierliche Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus
Tag der offenen Tür im alten Gerätehaus
04. August
Straßenfest der Fritz-Reuther-Str. Sdf.
Baumaßnahmen:
- Feuerwehrgerätehaus / Bauhof
Teichstr. (von 07/95 – 07/96)
Straßenausbau:
- Uthmann-Straße / Friedrich-Ebert-Str. (von 05/95 – 11/95)
- Schillerstr. / Walther-Rathenau-Str. (von 05/95 – 11/95)
- Mittelweg 2. Teilabschnitt (von 08/95 – 12/95)
- Dorfplatz / Kirchplatz / Altes Gut
Schlippe (von 09/95 – 09/96)
- Pfingstanger (von 10/95 – 11/95)
1996,
09.
März
Jubiläum 5 Jahre Arbeiterwohlfahrt Sdf.
12.
Mai
110. Buschlauf Sdf.
15. Mai
Konzert in der evangelischen Kirche Sdf. anläßlich des
100 jährigen Jubiläum der Rühlmann-Orgel
29.
Juli
Übergabe des neuen Gerätehauses an die Freiwillige Feuerwehr Sdf.
02.-04. Aug.
70 Jahre Freiwillige Feuerwehr Sdf. / Fahnenweihe und Segnung des neuen Gerätehauses
15 Jahre Musikverein Sdf.
01.Sept.
25 Jahre Kindergarten „Glückspilz“
15.
Sept.
Jubiläum 5 Jahre Diakonie Sdf.
12.-13. Okt.
Jubiläum 75 Jahre Rassegeflügelzuchtverein Sandersdorf und Umgebung e. V.
18.
Dez.
Veröffentlichung des Bildbandes „Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf.“
Straßenbau in Sdf.:
- Friedensstraße (von 07/96 – 04/97)
- Teichstraße (von 05/96 – 09/96)
1997
31.
Januar
5 Jahre Amtsblatt „Lindenstraße“ der Verwaltungsgemeinschaft Sdf.
07.-11.
April
Festwoche 44 Jahre Kindergarten „Pfingstanger“ Sdf.
23. April
große Müllaktion – Straßenrandreinigung mit Jägern aus Ramsin Sdf., Zscherndorf und der oeko baustoffe GmbH
02. Mai
Abschluß der Bauarbeiten in Sdf. Friedensstraße, damit ist die „alte Siedlung komplett saniert
23. April
80 Jahre Sozialverband des Reichsbundes der Kriegsopfer
02. August
71 Jahre FFW Sdf. / 1 Jahr neues Gerätehaus / Tag der offenen Tür
29.-31. Aug.
65 Jahre Kleingartenanlage „Kühler Grund Sdf. e. V.“
03.-07.
Nov.
Festwoche 305. Geburtstag des Dichters Johann Gottfried Schnabel
110 Jahre Sekundarschule Sdf.
Namensgebung des Sekundarschule in „Gisander“ ( Pseudonym Schnabels)
14. Dezember
116. Sdf. Buschlauf
Straßenausbau
in Sdf.:
Platz der Deutschen Einheit / Kurze Str. von 09/97 – 05/98
1998,
26.
April
Abstimmung „Soll Sdf. Stadt werden?“ Ja = 57 Bürger Nein = 3357 Bürger
im
Sommer
Abriß der Schule „Augustin-Farabundo-Marti
03. Juli
Erneute Aktion der Jäger „ Weg mit dem Wohlstandsmüll“
19.
Juli
Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde Sdf.
21. Juli
4 Jahre Sdf. Grundschule
19. Sept.
Chorfest 10 Jahre gemischter Chor Sdf.
11. Nov.
Eröffnung Karneval 20 Jahre SKV
Baumaßnahmen
in Sdf.:
Wohnanlage „Finkenhain“ von 04/98 – 03/99
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