Quebec 1759

 

 

Der Kampf zwischen einer englischen und einer französischen Streitmacht bei der kanadischen Stadt Quebec gehört zu den Schlachten der Militärgeschichte, die weitreichende politische Auswirkungen auf einen ganzen Kontinent hatten.

Nordamerika war bis in das 18. Jahrhundert von den großen Kriegen der europäischen Mächte nur am Rand berührt worden. Auswanderer aus Frankreich und England hatten im 17. Jahrhundert an der Ostküste Kanadas und der heutigen USA Siedlungen gegründet; Jäger und Abenteurer streiften entlang den Flüssen und über die Alleghenies durch die von Indianerstämmen bewohnten Länder bis in das Gebiet der Großen Seen ‑ des Ontario-, Erie-, Huron-, Michigan- und Oberen Sees - und zum Mississippi. Allmählich entstanden Einfluß- und Kolonialgebiete der beiden Mächte.

Englisches Territorium war der Küstenstreifen am Atlantik von Georgia im Süden bis Massachusetts im Norden, Metropole der Ort New York, den die Engländer 1664 den Niederländern entrissen hatten. Nördlich und westlich davon - es gab keine markierten Grenzen herrschte Frankreich, sein nordamerikanisches Kolonialreich war vor 1763 beträchtlich größer als das englische. Das Lilienbanner der französischen Krone wehte am St.-Lorenz-Strom in Kanada, an den Großen Seen und am Mississippi von der Quelle bis zur Mündung in den Golf von Mexiko. Hauptorte waren die Städte Quebec und Montreal in Kanada, die Festung Louisbourg auf der Kap-Breton-Insel, Detroit am Eriesee und New Orleans an der Mündung des Mississippi. Im Süden gehörten Florida und Landstriche nördlich von Mexiko zum großen spanischen Kolonialreich. Die Ureinwohner und eigentlichen Herren der weiten Länder, die Indianerstämme, wurden seit dem 17. Jahrhundert immer mehr in die Konflikte der europäischen Mächte verwickelt, ihre Siedlungs‑ und Jagdgebiete schrumpften von Jahrzehnt zu Jahrzehnt zusammen.

 

Der politische und militärische Hauptgegensatz bestand im 18. Jahrhundert hier zwischen England und Frankreich. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688‑1697), im Spanischen Erbfolgekrieg (1701‑1714) und im Österreichischen Erbfolgekrieg (1741‑1748) kam es in Nordamerika zu Gefechten zwischen zahlenmäßig schwachen französischen und englischen Truppen, dabei versuchten beide Seiten Indianerstämme als Verbündete zu gewinnen. Jedoch konnten bis 1755 weder England noch Frankreich ihre Machtbereiche entscheidend auf Kosten des Gegners vergrößern. 1745 eroberten die Engländer Louisbourg, im Frieden zu Aachen 1748 erhielt Frankreich diesen Stützpunkt am Tor zu Kanada wieder zurück.

Die Kriegführung in Nordamerika unterschied sich in einigen Zügen vom Ringen auf dem europäischen Kriegsschauplatz zu jener Zeit.

Frankreich wie England setzten reguläre Truppen - Söldnerformationen - ein; diese Einheiten wurden unter straffer Kontrolle und Aufsicht gehalten und kämpften in der Gefechtsordnung der Lineartaktik, das heißt, die Bataillone standen eng nebeneinander, jeweils 3, oder auch 4 Glieder tief, und schossen Salvenfeuer auf Befehl. Eine solche Taktik war allerdings nur im offenen und ebenen Gelände möglich und setzte eine langjährige Ausbildung der Soldaten voraus. Jedoch stellten die Söldnerformationen nicht die einzige Streitmacht dar.

Beide Staaten verfügten außerdem über Milizen, die sich aus diensttauglichen Männern der Kolonialbevölkerung - Handwerkern, Händlern, Farmern und anderen Einwohnern - rekrutierten. Die Milizangehörigen wurden gemustert und in den Städten und Siedlungsgebieten zu Kompanien formiert; nicht wenige dieser Männer hatten bereits Kampferfahrungen bei Streif‑ und Raubzügen gegen die Indianer gesammelt. Die Milizkompanien fochten nicht in der Lineartaktik, sondern als Einzelschützen in aufgelöster Ordnung. Sie nutzten geschickt das Gelände aus und waren Meister im sogenannten kleinen Krieg, der aus Streifzügen, Überfällen und überraschenden Aktionen gegen die regulären Truppen des Gegners bestand. Eine Schwäche der Milizen war ihre lockere Organisation und Disziplin, die aber durch den moralischen Zusammenhalt der Kompanien etwas aufgewogen wurde. Gegen eine kampftüchtige reguläre Truppe vermochten die Milizen auf dem Schlachtfeld nicht standzuhalten. Erfolge errangen sie dort, wo die Ordnung der regulären Einheiten durch Verluste oder Kopflosigkeit der Befehlshaber erschüttert war. Das Salvenfeuer der englischen „Rotröcke" oder der französischen „Regulären" erwiderten die Milizsoldaten mit gezielten Einzelschüssen ihrer Büchsen aus gedeckter Stellung.

Weder in den englischen noch in den französischen Kolonialgebieten gab es nennenswerte Waffen- und Munitionsmanufakturen, ein Großteil des Kriegsmaterials für die Söldnertruppen mußte deshalb auf dem Seeweg vom „Mutterland" herangebracht werden. Den Bedarf der Milizen an Gewehren, Kugeln, Pulver und Bekleidung sicherten weitgehend die Handwerker der Provinzen.

Eine große Rolle spielten die Natur- und Witterungsverhältnisse in Nordamerika. Dichte Wälder, Sümpfe, schwer passierbare Gebirge und harte, schneereiche Winter erschwerten die Bewegungen der Truppen. Es gab wenig Straßen, die Siedlungsgebiete lagen weit auseinander. Die Söldnereinheiten ebenso wie die Milizen mußten deshalb große Mengen an Verpflegung mitführen. Wichtige Verbindungswege verliefen an den Flüssen und über die Seen; an Pässen, Furten und günstigen geographischen Punkten legten die Heere Forts an, in denen die Waffen‑ und Verpflegungsvorräte für die Truppen, aber auch für die Bewohner der weit verstreuten Ansiedlungen lagerten. Die Einnahme solcher Stützpunkte durch den Gegner traf dann nicht allein das eigene Heer, sondern war zugleich ein Schlag gegen Handels- und Versorgungszentren der jeweiligen Landschaft. Deshalb entschied die Eroberung von Forts nicht selten das Schicksal einer ganzen Provinz. 

In den weiträumigen, dünnbesiedelten und kaum erschlossenen Landstrichen zwischen den Großen Seen und der Atlantikküste operierten Einheiten in Stärke von wenigen tausend Mann, eingeschlossen die indianischen Hilfstruppen. Während die Milizen in der Regel mit der Natur des Landes vertraut waren, behinderten die geographischen und klimatischen Verhältnisse den Einsatz und die Taktik der regulären Truppen erheblich. Scheu blickte der aus Europa herantransportierte Söldner in die dunklen Wälder beiderseits des Weges: Ein Pfeil oder ein Kugelhagel konnte jederzeit die Marschkolonne überschütten, ohne daß ein Gegner zu sehen war. 

Der Frieden von 1748 bedeutete eine kurze Atempause im Kampf zwischen England und Frankreich. Früher noch als in Europa entzündete sich das Feuer des Siebenjährigen Krieges (1756‑1763) zwischen Frankreich, Österreich, Rußland, Spanien und Schweden auf der einen und England und Preußen auf der anderen Seite in Nordamerika. vorübergehend hatte an der Grenze Ruhe geherrscht; die Initiative zu neuen Vorstößen in das von Frankreich beanspruchte Gebiet westlich der Alleghenies ging vor allem von amerikanischen Siedlern der englischen Kolonien aus. Eine mehrere hundert Mann starke Streifschar aus Virginia, der auch der Grundbesitzer George Washington (1732‑1799) angehörte, marschierte 1754 über die Alleghenies in das Ohiogebiet, wo die Franzosen am Zusammenfluß des Allegheny und des Monongahela das Fort Duquesne - benannt nach einem französischen Gouverneur - errichtet hatten. Der Angriff auf das Fort endete mit einer Niederlage, die amerikanische Streifschar und die sie begleitenden englischen Offiziere mußten den Rückzug antreten.

Im folgenden Jahr weitete sich der zunächst kleine Konflikt aus ein Zeichen der zunehmenden Spannung zwischen beiden Kolonialmächten. Die englische Krone verstärkte ihre Truppen in Nordamerika um mehrere Regimenter und leitete Vorstöße in vier Richtungen ein: im äußersten Norden ein Unternehmen gegen das französische Gebiet Neuschottland, im Nordosten einen Marsch den Hudson entlang zum Champlainsee, von wo der kürzeste Weg nach Kanada verlief, im Nordwesten einen Angriff gegen das Fort Niagara am Eriesee und im Westen einen erneuten Zug gegen Fort Duquesne.

Frankreich verfügte in seinem Kolonialgebiet über starke Söldner und Miliztruppen und hatte auch die Unterstützung einiger Indianerstämme. So brachte das englische Vorgehen keine Erfolge. Am katastrophalsten endete der Marsch General Edward Braddocks (1695‑1755) zum Fort Duquesne. Seine regulären Truppen erlitten Anfang Juli 1755 gegen die zahlenmäßig weit unterlegenen Franzosen und Indianer eine schwere Niederlage, in die auch die amerikanischen Milizen hineingerissen wurden.

In einer Biographie über George Washington wird dieses blutige Waldgefecht geschildert: „Gut geschützt gegen jede Gefahr eines Überfalls marschierte die britische Prozession langsam durch die Wälder am Flußufer. Da sah man plötzlich die Vorhut umkehren. Ein Indianer oder ein Franzose, als Indianer verkleidet, war bemerkt worden. Wer das Feuer eröffnet hat, ist unsicher, doch bald war eine Schlacht entbrannt. Die ersten Reihen der Briten schwenkten kaltblütig ein und begannen auf den unsichtbaren Gegner zu feuern, der hinter den Bäumen auf beiden Seiten blieb. Diese Standhaftigkeit überraschte offenbar den Feind, der in Wirklichkeit gar nicht in einem Hinterhalte gelegen hatte, sondern auf dem Eilmarsch gewesen war, um die Briten an der Furt über den Fluß zu fassen. Ein Teil der Leute floh bereits, so schnell es ging, ins Fort zurück. Doch die französischen Offiziere erfaßten Lage und Gelegenheit und sammelten ihre Truppen wieder, während die Indianer die Wälder zu beiden Seiten des Weges besetzten, den die Briten entlangzogen. Selber in völliger Sicherheit, überschütteten sie das lange rote Band mit einem Kugelregen. Das britische Heer saß in der Falle. Es konnte nicht vor, es konnte nicht zurück, es konnte nur versuchen, in die Wälder zu entkommen. Doch britische Soldaten sterben eher, als daß sie etwas Ungewöhnliches tun. Die Vorderleute wichen zurück, die Hintermänner drängten nach vorne, so daß die ganze Reihe zusammengequetscht wurde wie eine gebrochene Ziehharmonika. Aber sie feuerten immer noch eine hoffnungslose Salve nach der anderen ab. Einige Virginier versuchten, in die Wälder zu dringen und den Indianern in den Rücken zu fallen. Doch Braddock dachte zweifellos, sie wollten fliehen, und rief sie zurück, sie sollten wie Engländer kämpfen. In der Verwirrung schoß Freund auf Freund ... Doch die Panik hatte schon übergegriffen. Wagen und Kanonen wurden zerstört und ein unrühmlicher Rückzug zum Fort Cumberland angetreten."

In den ersten Jahren des Siebenjährigen Krieges behielten die französischen Truppen die Oberhand. Unter dem Befehl des fähigen Generals Louis Joseph Marquis de Montcalm (1712-1759) siegten sie in mehreren Gefechten und verhinderten, daß die Engländer in Kanada eindrangen. Eine Wende trat 1758/59 ein. In England war der Politiker William Pitt (1708‑1778) an die Macht gelangt. Er und die hinter ihm stehenden großbürgerlichen Kreise traten für eine energische Kriegführung gegen den Rivalen Frankreich ein. Auf dem europäischen Kontinent erhielt das verbündete Preußen mehr Hilfsgelder, auf dem nordamerikanischen Kriegsschauplatz trafen weitere Truppen ein, daneben suchte Pitt auch die Kräfte der Kolonien stärker einzubeziehen. 1758/59 standen zeitweise bis zu 30 000 Mann Provinzmiliz unter Waffen.

Die Ergebnisse der englischen Anstrengungen zeigten sich sehr bald. Im Sommer 1758 marschierte eine 9 000 Mann zählende englische Streitmacht, zu der auch 900 amerikanische Milizsoldaten gehörten, gegen Louisbourg. Die 6000 Mann starke französische Garnison behauptete sich knapp 6 Wochen. Am 26. Juni fiel die Festung, die französische Besatzung erhielt allerdings freien Abzug und rückte nach Kanada ab. Damit befand sich nunmehr der Schlüssel zum St.-Lorenz Strom in englischer Hand.

Im selben Jahr griffen 5 000 amerikanische Milizsoldaten und 1 500 „Rotröcke" Fort Duquesne an. Als die von General John Forbes (1710‑1759) befehligte Streitmacht das dort erreichte, hatten es die Franzosen bereits geräumt. Der Ort erhielt den Namen Fort Pitt, aus ihm erwuchs später die Stadt Pittsburgh.

1759 bahnte sich mit dem englischen Vorstoß gegen Kanada, das Herzstück des französischen Kolonialgebiets in Nordamerika, eine Entscheidung an. Von Süden her näherten sich englische Truppen entlang dem Hudson und über Fort Ticonderoga Kanada. Die Hauptgefahr für die französische Kolonialarmee stellte die englisch-amerikanische Streitmacht im Raum Louisbourg dar. Auf 49 Kriegs‑ und 119 Transportschiffen und -booten kamen knapp 9 000 Mann englische Truppen und amerikanische Milizen den St.-Lorenz‑Strom herauf. Sie standen unter dem Befehl des jungen, aber kampferprobten und fähigen Generals James Wolfe (1727‑1759), der sich bereits bei der Belagerung von Louisbourg einen Namen erworben hatte. Sein Gegner war General Montcalm, der über etwa 16 000 Mann verfügte, darunter jedoch nur 5 Bataillone reguläre Infanterie, die Mehrzahl seiner Truppen bildeten kanadische Milizen. Die als Festung ausgebaute Stadt Quebec besaß genügend Artillerie, Munition und Vorräte, allerdings konnte Montcalm nicht auf Nachschub aus Frankreich hoffen; denn die Verbindungen zur Küste waren abgeschnitten.

General Wolfe landete Ende Juni 1759 mit seinen Truppen vor Quebec und ließ die Stadt beschießen. Aber die französische Stellung war so stark, daß die Engländer weder durch einige zögernd vorgetragene Angriffe noch durch das Artilleriebombardement ihrem Ziel näher kamen. Nach mehreren Wochen mahnte der englische Admiral, der die Flotte befehligte, General Wolfe, eine Entscheidung zu suchen, da der Sommer dem Ende entgegenging und im Oktober bereits Schnee und Eis der Belagerung ein Ende setzen würden. Dann müßte der Rückzug angetreten werden.

Mitte September beschloß Wolfe, am linken Flußufer weiter vorzurücken, oberhalb von Quebec den St.-Lorenz-Strom zu überschreiten und von Westen her die Stadt anzugreifen. Er rechnete damit, den Feind zu überraschen; denn die Franzosen kannten das schwierige Gelände am Steilufer und erwarteten daher keinen Angriff aus dieser Richtung.

In der Nacht vom 12. zum 13. September 1759 überschritten 4 500 Engländer ohne Artillerie den Fluß und kletterten zu den Abrahamhöhen westlich von Quebec empor. Schwache französische Sicherungsposten alarmierten General Montcalm, der unverzüglich einen Teil seiner Truppen auf die Höhen in Marsch setzte. Das eigentliche Gefecht am 13. September dauerte nur kurze Zeit und endete mit einem englischen Sieg. Die Franzosen verloren mehr als 1 000 Mann an Toten und Verwundeten, die Engländer über 650, beide Generale wurden verwundet und starben am Tag nach dem Gefecht. Am 18. September 1759 kapitulierte Quebec vor den Siegern, die Franzosen erhielten freien Abzug und rückten in Richtung auf Montreal ab.

Das Gefecht bei Quebec und die Einnahme der Stadt erschienen gegenüber den spektakulären Schlachten des Siebenjährigen Krieges, die in Europa geschlagen wurden - wie bei Prag (1757), Kolin (1757), Leuthen (1757), Kunersdorf (1759) und Torgau (1760) - bloß als eine Episode. Doch die politischen und militärischen Auswirkungen waren weitaus größer als die Aktion des 13. September 1759. Nur knapp 10000 Soldaten standen sich insgesamt gegenüber, aber auf dem nordamerikanischen Kriegsschauplatz fiel eine Entscheidung, die Weichen für die Zukunft stellte. Von nun an herrschte hier England; überall erlitten die Franzosen Rückschläge, am 8. September 1760 kam Montreal in britische Hand. Nordamerika wurde englischer Kolonialbesitz - bis auf die Indianergebiete.

Im Frieden von Paris 1763, der den Krieg zwischen England und Frankreich beendete, behielt die englische Krone ganz Kanada und trat gleichzeitig das französische Erbe westlich der Alleghenies an. Hier aber entstanden in nur wenigen Jahren neue Konflikte mit den aufstrebenden Kolonialprovinzen, die 1775 zum Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs führten.

Der Kampf um Quebec zeigte die Kriegskunst der Söldnerheere des 18. Jahrhunderts noch einmal auf einem Höhepunkt. In offenem Gelände standen sich die dichtgeschlossenen Bataillone in mehrgliedriger Gefechtsordnung gegenüber und feuerten wie im Reglement vorgesehen Salve auf Salve ab. Solange beide Seiten gleichartige Truppen ins Feld schickten, konnten Führungsqualitäten der Befehlshaber, eine feste Disziplin der Soldaten sowie eine bessere Ausbildung der Söldner den Sieg bringen, der sehr oft mit hohen eigenen Opfern bezahlt wurde. Gerade auf dem nordamerikanischen Kriegsschauplatz aber kündigte der Einsatz von Milizen auf beiden Seiten neue Elemente der Militärorganisation, der Führung und der Taktik an. Die in aufgelöster Ordnung vorgehenden Schützen handhabten treffsicher ihre Gewehre, sie nutzten Deckungen aus, boten dem Salvenfeuer der Söldner keine Ziele und griffen den Gegner von allen Seiten an. Offiziere und Söldnertruppen hielten diese Kampfführung für „nicht kriegstauglich" und sahen darin höchstens einen Notbehelf der Milizen, die in ihren Augen keine „echten Soldaten" waren.

Es bedurfte der Erfahrungen des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs und namentlich der französischen Revolutionskriege seit 1792, damit sich die neuen Prinzipien der Kriegführung - nun unter bürgerlichen Verhältnissen - in der Praxis durchsetzten.

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